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Salzburg ist immer eine Reise wert. Die Mozartstadt ist vermutlich eine der schönsten Städte der Welt. Und von 2005 bis 2011 hatte ich sogar das Glück die kleine Stadt an der Salzach meine Heimat nennen zu dürfen, als ich dort studiert habe.

Wenn man nicht gerade zum Skifahren in der Gegend ist, können die Winter hier aber lang, dunkel und ziemlich trostlos sein.
Es ist über Monate bitter kalt, die Straßen sind oft menschenleer und die Dunkelheit in den langen Wintermonaten kann einem schon mal ordentlich zu schaffen machen…

Da kommen die vielen Weihnachtsmärkte genau richtig, um diese trostlose Zeit und das Gemüt mit den Lichtern, Gewürzen – und auch mit dem ein oder anderen Heißgetränk etwas aufzuhellen.

Der bekannteste Weihnachtsmarkt in Salzburg, der natürlich richtigerweise Salzburger Christkindlmarkt heißt, ist der am Dom- und Residenzplatz.

Ob das auch mein Lieblingsweihnachtsmarkt ist, erfahrt ihr hier in meinen Top 6 der Salzburger Advents- und Christkindlmärkte.

Top 5 & 6:

Wolfgangseer Advent und Adventmarkt Mondsee

Fangen wir ein bisschen außerhalb an.
Circa 30 bis 50 Kilometer entfernt von Salzburg findet ihr mehrere hübsche Weihnachtsmärkte am See. Und damit meine ich nicht, so einen kleinen Tümpel oder Weiher, sondern einen richtig großen und genauso großartigen Österreichischen See.

Im Salzkammergut wartet an insgesamt drei Orten der Wolfgangseer Advent auf Euch.
In St. Gilgen, Strobl und vor allem in St. Wolfgang wird es romantisch, wenn sich die Lichter im dunkelblauen Wasser spiegeln. An netten kleinen Holzhütten wird Glühwein und Handwerkskunst aus der Region angeboten.

Wenn ihr Glück habt sind die Berge und Hügel um den See herum bereits schneebedeckt.
Hier lohnt sich dann auch eine Schifffahrt auf dem See.
Und so kommt ihr zum Beispiel auch von St. Wolfgang nach St. Gilgen per Boot.

Beachtet dabei die speziellen Abfahrtszeiten im Winter.

Mit dem Bus ist St. Wolfgang leider recht langwierig und umständlich zu erreichen.
Das kann von Salzburg fast zwei Stunden dauern, wenn ihr nicht einen der teureren Touristenbusse nehmen wollt. Die öffentlichen Busse fahren im Winter auch nicht allzu lang.

Achtet also auf jeden Fall auf die Fahrpläne. Denn mit dem Taxi von St. Gilgen zurück nach Salzburg fahren zu müssen, kostet u.U. fast so viel wie Euer gesamter Aufenthalt in der Mozartstadt.

*Vom „Wolfgangseer Advent“ gibt es hier leider kein Foto

Adventmarkt Mondsee

Klein und fein ist auch der Adventmarkt Mondsee. Ebenfalls im Salzkammergut, ist dieser nicht ganz so bekannt bei Touristen.

Hier könnt ihr eine Tasse Tee, Glühwein oder Orangen-Punsch (der ist allerdings sehr sehr süß) vor der Basilika genießen.
Eine traditionelle Bosna ist ebenso auf Österreichs Weihnachtsmärkten (nicht nur hier) zu empfehlen.

Und hier ist es meist auch etwas ruhiger, entspannter und nicht annähernd so überlaufen, wie in St. Wolfgang am Wolfgangsee.

Der Adventmarkt befindet sich allerdings nicht direkt am See. Trotzdem kann man am Mondsee einen Ausflug zum Weihnachtsmarkt gut mit einem ruhigen, stillen Spaziergang am kühlen See kombinieren. Und so entflieht man dem ganzen hektischen Weihnachtstrubel ohne vollständig auf Adventstimmung verzichten zu müssen.

Ereignisreicher wird es am Mondsee allerdings, wenn kurz vor Weihnachten die Tradition des Christbaumtauchens auflebt und zuvor abgetauchte, beleuchteten Christbäume aus dem See auftauchen. Das passiert weder von Geisterhand und auch der Weihnachtsmann macht hier keine Wasserschlittenfahrt, um die Bäume an die Oberfläche zu ziehen.

In der Dunkelheit holen besonders kälteunempfindliche Fackelschwimmer und Taucher die Weihnachtsbäume an die Oberfläche zurück. Und zum abschließenden Höhepunkt taucht Gott Neptun, der als Bewacher von den drei hell erleuchteten Christbäumen gilt, aus der Tiefe des Mondsees auf und verteilt Geschenke an die Kinder.

Ruhe am winterlichen Mondsee

Blick von der Festung Hohensalzburg

Top 4:

Adventmarkt Festung Hohensalzburg

Aus der Tiefe des Wassers über die Dächer von Salzburg.

Leider nur an einem Wochenende im Dezember findet jedes Jahr der Adventmarkt auf der Salzburger Festung statt.

Am Fußweg rauf zur Festung tauchen bereits mehr als hundert traditionelle Herrnhuter Sterne die Festungsgasse in ein Lichtermeer. Den Weihnachtsmarkt findet man oben zwischen den dicken Festungsmauern relativ windgeschützt im Burghof der Festung.

Hier gibt es ein paar kleine Weihnachtsmarktstände. Und während des Festungsadvents werden frische Flammkuchen aus der historischen Pfisterei im Jahrhunderte-alten Holzofen gebacken.

Das Beste ist aber vielleicht gar nicht der Weihnachtsmarkt selbst (obwohl der sehr schön ist), sondern die fantastische Aussicht über das festlich-weihnachtlich beleuchtete Salzburg.
Ein großartiger Ausblick, den man sich am besten ab der Dämmerung bis zur Dunkelheit anschaut.

Das ist übrigens auch an allen Tagen im Advent möglich, auch wenn der Adventmarkt auf der Festung nicht geöffnet hat.

Die Festung erreicht man entweder zu Fuß oder mit der Festungsbahn.

Danach kann man sich in das Getümmel des bekanntesten Salzburger Christkindlmarkt begeben.

Top 3:

Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz + Mozartplatz

Der bekannteste Christkindlmarkt in Salzburg ist und bleibt der Weihnachtsmarkt am Dom- und Residenzplatz.

Mitten im Zentrum der weltbekannten Altstadt vor der beeindruckenden Kulisse des Doms und der Salzburger Festung findet ihr die halbe Stadt und vor allem die Touristen aus Italien, Deutschland und vielen anderen Ländern.

Obwohl er vor allem an den Wochenenden ziemlich überlaufen ist, gehört er trotzdem zu den schönsten Weihnachtsmärkten – nicht nur in Österreich.

Hier finden auch Adventskonzerte statt.

Und sollte es Euch trotz der vielen Menschen noch nicht kuschelig genug sein, gibt es hier den besten Eierlikörpunsch, der Euch erwärmt und in eine lustige Stimmung versetzt.

Wer mehr über den Christkindlmarkt oder den ein oder anderen Salzburger Weihnachtsbrauch erfahren möchte, sollte mal in die Weihnachtskrimis von Manfred Baumann schauen. In den Kurzgeschichten – verpackt in kleine Krimis – erfahrt ihr hier auch die ein oder andere Annekdote aus dem Salzburger Advent.
Die Bücher eignen sich auch sehr gut als Weihnachtsgeschenke. 😉

Zur Webseite des Autors und zu den Büchern geht es hier.

*Ist das jetzt Werbung? Siehe unten. 

Studentinnen- und Studenten-Treffpunkt Mozartplatz

Studentinnen und Studenten treffen sich am liebsten beim Punsch-Stand am Mozartplatz.
Dort gibt es auch eine kleine Eislauffläche, wo ihr euch auf Schlittschuhen austoben und ein paar Pirouetten drehen könnt.

Im Gegensatz zu den meisten Orten im Salzburger Advent, die abends beleuchtet am Schönsten sind, gefällt mir diese Kulisse hier an einem sonnigen Tag bei herrlich hellblauem Himmel und der weißen Eisfläche davor am Besten.

Das war zu Studentenzeiten natürlich anders. Da wurde der Mozartplatz auch bei Dunkelheit mit jedem Glühwein schöner.

Hellblauer Himmel über dem Mozartplatz

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Adventmarkt Schloss Fuschl

Top 2:

Adventzauber im Schloss Fuschl Resort

Mit Geheimtipps bin ich lieber etwas vorsichtig, da es zu viele Blogs gibt, die „Geheimtipps“ gern als Buzzword für Clickbaits nutzen, um dann einen Besuch des Mozart-Geburtshauses in Salzburg zu empfehlen.

Der kleine Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Fuschl ist aber vielleicht wirklich eine recht unbekannte und vor allem schön abgelegene Alternative abseits vom Menschengewimmel der bekannten Salzburger Advent- und Christkindlmärkte.

Es stehen dort nur ganz wenige kleine Weihnachtsholzhütten im Inneren des Schlosshofs.
Aber vielleicht sind die noch nicht einmal der Grund, warum dieser Ort (nicht nur in der Weihnachtszeit) zu meinen Liebsten in der Salzburger Umgebung gehört.

Für mich ist es vor allem die Stille, die klare Luft und ganz besonders die Terrasse mit Seeblick auf den tiefblauen Fuschlsee auf der anderen Seite des Schlosses.

Im Winter holen die Hotelbetreiber außerdem die Strandkörbe unten vom Wasser auf die Terrasse.
Dort dekorieren sie alles schön festlich (u.a.) mit geflochtenen Renntieren zwischen den Weihnachtsbäumen und legen kuschelige Decken in die Strandkörbe.

Hier kann man bei sonnigem Wetter den perfekten Wintertag verbringen.
Während man auf das tiefe blau des Sees schaut, kann man die Beine hochlegen, sich an seinen Partner kuscheln und sich verwöhnen lassen.

Auch ziemlich nice: Möchte man etwas bestellen und der Kellner ist grad nicht in Sichtweite, drückt man einfach auf die Klingel und ein zuvorkommender Concierge ist in Kürze bei einem, um sich um jeden weiteren Wunsch zu kümmern.

Aber allein dieser Blick und die Ruhe, dazu die kühle, klare Winterluft… Mehr braucht man in diesem Moment eigentlich nicht!

Der perfekte Ort um zur Ruhe zu kommen, zum Entspannen und Durchatmen.

Top 1:

Hellbrunner Adventzauber

Der Hellbrunner Adventzauber ist nicht nur mein Lieblingsort in der Salzburger Vorweihnachtszeit.

Er gehört auch zu den beliebtesten Weihnachtsplätzen der Salzburger.

Nicht weit vom Zentrum vor der Kulisse des Lustschloss Hellbrunn stehen hier unzählige Tannenbäume in der Mitte des Weihnachtsmarktes. Drum herum die kleinen Holzhütten und Stände, wo Kunsthandwerk und viele Leckereien aus der Region angeboten werden.

In den schmalen Gängen der Nebengebäude des Schlosses kann man gemütlich an den Ständen entlang flanieren. Dazu liegt der Duft von frischem Brot und Glühwein in der Luft.

Und auch wenn es hier vor allem an den Wochenenden recht voll werden kann, ist es eine ruhigere, nicht so touristisch geprägte Atmosphäre.

Abseits vom Trubel kann man hier auch eine Runde um den beleuchteten Schlossgraben und die opulent angelegten Wasserstellen drehen.

Hier werden viele der berühmten Figuren mit buntem Licht angestrahlt.
Die Wasserspiele sind allerdings im Winter nicht zugänglich.

Neben den klassischen Nordmanntannen, steht hier auch ein ganz besonderer Weihnachtsbaum.
Eigentlich ist es ein kahler Baum, dem im Winter ohne Blätter keine große Beachtung geschenkt würde. Mit den riesig-großen roten Kugeln gehört er aber zu einer meiner beliebtesten Attraktionen beim Hellbrunner Adventzauber.

Weil in dieser Top-Liste das Essen etwas zu kurz gekommen ist: Auf dem Hellbrunner Adventmarkt  gibt es auch die typischen Frankfurter Würstchen in der Christmas-Edition als Wildfleisch-Würstel.

Wohl bekomm’s und eine „fromme“ Zeit im Salzburger Advent.  😉

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Weitere Weihnachts- und Christkindlmärkte in Salzburg und Österreich

Wenn in meiner Liste noch nichts für Euch dabei war, findet ihr auf der Webseite Adventguide eine Auflistung aller Weihnachts- und Christkindlmärkte in ganz Österreich.

Adventguide.at

Wetter-Info für Salzburg in der (Vor-)Weihnachtszeit

*Wie Schneesicher ist Salzburg in der Vorweihnachtszeit?

Auf den Broschüren und Webseiten sieht man Salzburg meist herrlich schneebedeckt im Lichtermeer. Wohlig warm wird’s einem ums Herz und man möchte sofort los.
Das Problem ist nur. Das ist Tourismus-Werbung und entspricht nicht in jedem Winter und vor allem nicht immer im Dezember der Realität.

Das muss den Aufenthalt in Salzburg nicht unbedingt schlechter machen, stapft man so nicht die ganze Zeit durch Schnee und Matsch. Aber manchmal kann es auch passieren, dass man auch bei 10 Grad am Abend beim Glühwein steht. Und das macht dann eher weniger Spaß.
Aber mit etwas Glück erwischt ihr wirklich das weiße Winter-Wonderland. Und dann gibt es im Advent nichts Besseres.

Hier findet ihr noch ein paar Impressionen und Fotos von Salzburg im Schnee:

* Buchempfehlung oder Werbung?

Ich würde es in dem Fall eher nicht als Werbung bezeichnen. Der Autor ist ein guter Freund von mir und ich arbeite zwar für ihn. (Ich erstelle die Webseite mache das Social Media Marketing und daher könnte man es jetzt als Werbung bezeichnen.)
Da ich für diese Empfehlung hier aber kein Geld von ihm erhalte, ist das eigentlich eher eine (Buch-)Empfehlung und keine Werbung im eigentlichen Sinn.