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In unserer verklärten Vorstellung muss ein Weihnachtsmarkt meist vor historischer Kulisse stattfinden.

In Deutschland gehören Nürnberger Christkindlesmarkt und Dresdner Striezelmarkt zu den Beliebtesten. Auch den traditionellen Weihnachtsmarkt in Lübeck besuchen jedes Jahr gerne viele Tausend Besucher.

In Österreich kommt man am Salzburger Christkindlmarkt vor der Domkulisse und am Hellbrunner Adventzauber nicht vorbei, wenn es um die schönsten Weihnachtsmärkte geht.

An die großen Citys denkt bei Weihnachtsmärkten dagegen kaum jemand.

Wenn überhaupt kommt einem dabei Christmas-Shopping in New York oder der riesige Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in den Sinn.

Aber auch manche deutsche Großstädte haben schicke Weihnachtsmärkte, die einen Besuch wert sind.
Einen ziemlichen coolen Weihnachtsmarkt (eigentlich sind es mehrere kleine) hat zum Beispiel auch Düsseldorf.

Die Landeshauptstadt am Rhein gilt zwar oft als abgehoben und versnobt.
Sie entwickelt sich aber immer mehr zu einer stylischen, jungen, kreativen und dazu noch außergewöhnlich attraktiven Metropole. Das gilt selbst für den Weihnachtsmarkt.
Und auch der Rheinische Humor kommt hier nicht zu kurz.

Meine Top-10

in der Düsseldorfer Weihnachtszeit

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Weihnachtsbaumshow in den Schadow Arkaden

Der vermutlich größte und best-beleuchtete Weihnachtsbaum Düsseldorfs steht in den Schadow Arkaden. Die circa 14 Meter hohe kunstvoll nachgebildete Nordmann-Tanne ist ein Besuchermagnet.

Zu jeder vollen Stunde zwischen 10 und 20 Uhr gibt es hier eine Lichtershow mit musikalischer Untermalung. Das ist ein bisschen kitschig und viel Bling-Bling.
Aber es passt auch ein bisschen zu Düsseldorf und vielen Leuten gefällt’s.

#HoherSelfieFotoFaktor

Wer hier seine Reise über die Düsseldorfer Weihnachtsmärkte startet, kommt gleich zu einem weiteren Highlight.

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Schadow-Markt und Kö-Bogen-Markt

Nehmt einfach den Ausgang Richtung Schadow-Platz.

Hier schlendert man entlang an kleinen, feinen Holzhütten mit beleuchteten Dächern auf den beeindruckenden Kö-Bogen zu.
Besonders beliebt sind hier Churros und heiße Waffeln. An Wochenenden solltet ihr hier nicht zu hungrig aufschlagen, da es „einige“ Minuten Wartezeit braucht, bis ihr in das süße Vergnügen beißen könnt.

Am Kö-Bogen könnt ihr dann weiter an der sehr elegant geschwungenen Glas-Fassade des Gebäudes über den Weihnachtsmarkt spazieren.

Hinter den riesigen Glasfassaden grüßt ein großer Teddybär in einem Meer von goldenen Kugeln.
Und auf der gegenüberliegenden Seite findet ihr alles für’s leibliche Wohl.
Z.B. eine Entenbraterei, einen Bratapfelstand und die Feuerzangenbowle.
Hier wird einem warm ums Herz und lecker ist es auch noch.

Ein Stück weiter links um den Kö-Bogen herum gibt es Flamm-Lachs. Und noch ein Stückchen weiter findet ihr außerdem eine kleine Bühne (kreisrundes Zeltdach genannt „Lichthimmel“).
Hier gibt es hin und wieder kleine Weihnachtskonzerte und Aufführungen.

Von dort gelangt man am Wasserweg zurück ins Zentrum und findet sich gleich an der großen Eislauffläche auf dem Corneliusplatz wieder.

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Eislaufen im bunten Licht auf dem Corneliusplatz

Besonders abends ist die Eislauffläche auf dem Corneliusplatz eine beeindruckende Kulisse.

Die Kids vergnügen sich hier auf dem Eis der DEG-Winterwelt. Und die Älteren findet man (zwar auch auf dem Eis, aber vor allem) an einem der Getränkestände drum herum und in der „Füchschen“-Alm.

Aus der Mayerschen Buchhandlung, die direkt an den Platz grenzt, hat man übrigens den besten Blick auf die Eisfläche durch eine der großen Fensterfassaden in einem der oberen Stockwerke.

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Die beleuchtete Kö und die Lichtspiegelung im Wasser

Wie auch immer man zum Christmas-Shopping und Kommerz in der Weihnachtszeit steht, die beleuchtete Kö ist schon ein Highlight – nicht nur in der Weihnachtszeit, aber hier besonders.

Abends über Düsseldorfs beleuchtete Prachtallee zu flanieren ist in jedem Fall interessant und man kann sich wahlweise über die Deko der Luxusmarken freuen, schmunzeln – oder auch denken: WTF?

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Der beleuchtete Stadtgrabenraben mit Tritonenbrunnen

Die leuchtende Kuppel in der Mitte des Stadtgraben ist vermutlich das hellste Licht der Düsseldorfer Weihnachtszeit.
Ein großartiger Anblick, wenn sich das goldene Licht sanft und anhaltend im schwarzen Wasser der Nacht spiegelt.

Eigentlich nicht nötig zu erwähnen: Aber das ist einer der beliebtesten Selfie-Spots im Dezember in Düsseldorf.

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Engelchen- und Sternchenmarkt

An der U-Bahn-Haltestelle Heinrich-Heine-Allee (mit der Verlängerung Flinger Straße) warten einige weitere Highlights auf die Düsseldorfer Weihnachtsmarktfreunde.

Gleich am Ausgang der U-Bahn-Haltestelle leuchten die Engelchen. Hier kann man sich über ein paar Souvenir-Buden oben im beleuchteten Weihnachtsmarkt-Pavillon einen Glühwein oder ein anderes Heißgetränk gönnen.

Auch wenn es sehr hübsch anzuschauen ist, ist es da aber meist sehr voll.
Und vorsichtig solltet ihr beim Abstieg aus dem Pavillon sein. Die Treppe ist recht steil und eng.

Wem’s hier also zu eng ist, der oder die gelangt direkt über die kleine Straße unter dem Persil-Gebäude zum Sternchenmarkt. Hier leuchtet gleich der ganze Himmel.
Und unter den Lichtgirlanden ist es ein sehr schöner, windgeschützter Treffpunkt für Glühwein- und Punsch-Freunde.

Am Ende der Flinger Straße leuchtet zwar nicht der Himmel, aber die Bänke vor dem „Kabüffke“ an der Killepitschstube. Hier fehlt zwar der direkte Zusammenhang zu den Weihnachtsmärkten.

Dieser Kräuterlikör mit 42 Volumenprozent Alkohol ist aber „ön äschte Düsseldorfer Spezijalität“.
Und wenn man schon mal bei Kälte in der Stadt ist, wärmt der mindestens genauso gut, wie ein Glühwein.
Aber aufpassen: Nicht zu viel des Guten trinken. Denn dann leuchten nicht nur die Sterne und die Bänke vor dem Kabüffke, sondern auch der eigene „Kopp“.

4

Glühwein, Punsch und all die anderen Leckereien

Fast nichts gehört zu Weihnachtsmärkten so sehr, wie die vielen Leckereien an den Food- und Süßigkeiten-Ständen. Und das sollte auf einem Food- und Travel-Blog wie diesem auch nicht unerwähnt bleiben…

Egal, ob deftige Ente, süße Churros, gebrannte Mandeln oder Poffertjes.
Hauptsache es wärmt von Innen und das Gemüt.

Gute gebrannte, frische und knackige Mandeln mit Zimt habe ich direkt am Rathaus auf dem Altstadtmarkt bekommen.
Die größte Auswahl gebrannter Mandeln gibt es aber vermutlich auf der Flinger Straße.

Einen ordentlichen Schluck Glühwein bekommt man fast an jeder Ecke. Und sogar beschwipste Crêpes tanzen einem am Düsseldorfer Weihnachtsmarkt entgegen.

Richtet man sich nach der Menge der Menschen, scheint es den beliebtesten Glühwein auf dem Altstadtmarkt vor dem Rathaus zu geben.
Hier sind an Wochenenden so viele Menschen, dass es an der Stelle kaum ein Durchkommen gibt. Wer nicht allzu lange warten möchte bis es von Innen warm wird, findet aber auch an vielen anderen Stellen Glühwein und Eierlikör-Punsch oder andere Punsch-Sorten.

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Düsseldorfer Figuren in der Glühwein-Pyramide

Hier dreht sich der Düsseldorfer Humor.

Auf den meisten Weihnachtsmärkten findet man – wenn überhaupt – klassische Karussells mit traditionellen Weihnachtsfiguren wie Renntiere, Schlitten, Engel oder ähnliche Weihnachtsdevotionalien.

In Düsseldorf dreht sich auch eine Glühwein-Pyramide mit Beuys, Mutter Ey, Heinrich Heine und anderen Düsseldorfer Größen im Nussknacker-Design.
Das ist großer Spaß mit einer ordentlichen Portion Düsseldorfer Humor!

Diese Glühwein-Pyramide findet man auf der Flinger Straße nicht weit von der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee und dem Engelchen-Markt.

2

Das Riesenrad

Ein Highlight in der Düsseldorfer Weihnachtszeit ist das Wheel of Vision am Burgplatz.

Das Riesenrad fährt seine Gäste in großen, beheizten Kabinen in eine Höhe von 55 Meter.

Von dort haben die Fahrgäste eine großartige Aussicht auf die Stadt und den Rhein.

Die beste Tageszeit ist während der Dämmerung, wenn die Gebäude schon beleuchtet und dennoch gut sichtbar sind.

Mit etwas Glück erlebt man an einem klaren Tag sogar den Sonnenuntergang, wenn sich das Licht im Dreischeibenhaus spiegelt und die Sonne langsam hinter dem Fernsehturm und Medienhafen untergeht.

Bis 5. Januar 2020 kann man es sich bei einer Fahrt im Riesenrad bequem machen.

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Der Altstadtmarkt

Es kommt dann doch, wie es kommen muss:
Am schönsten ist auch der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt vor der historischen Rathaus-Kulisse.
Über den Dachzipfeln fährt immer wieder das bunt-beleuchtete Riesenrad vorbei. Und unten gibt es ein Karussell für die Kids, holländische Poffertjes, französiche Crepés, sehr gute gebrannte Mandeln, den vermutlich besten Glühwein der Stadt und sogar Moonshine-Liköre.

Ob die genauso schön leuchten, wie die Sterne am Sternchenmarkt, die Fassade am Kö-Bogen oder das Riesenrad nebenan auf dem Burgplatz?

Das kann könnt ihr noch bis kurz nach Weihnachten selbst herausfinden.

Aber mit so vielen guten, zum Teil auch modernen Weihnachtsplätzen mag ich die Düsseldorfer Weihnachtsmärkte sehr gerne.

Und ich finde, dass sie eine gelungene Alternative zu den eher klassischen Traditionsweihnachtsmärkten bieten.

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