Salzburg ist ein unglaublich schönes, aber auch ziemlich teures Fleckchen Erde.

Möchte man sich neben der Aussicht auch noch an den kulinarischen Besonderheiten der Stadt berauschen, sind gleich wieder ein paar Scheinchen weniger im Portemonnaie.
Denn vor allem die Restaurants mit Panorama sind meist genauso grandios, wie kostspielig.

Da bietet sich dem Budget-Traveller fast nur eine (zumindest) halbwegs erschwingliche, aber dafür umso bekanntere Alternative am Abend.

Direkt an der Salzach an der Staatsbrücke mit Blick auf die beleuchtete Festung hält ab ca. 17 Uhr „Die Heisse Kiste“, Salzburgs „Traditions-Nachtwürstelstandstand“.

Ja, Tradition hat in Salzburg Tradition. Und da machen selbst die Würstelstände keine Ausnahme…

Die „Heisse Kiste“ versorgt seit 1962 vor allem Einheimische und Studenten bis tief in die Nacht mit einer großen Auswahl an Wurstspezialitäten und dem dazu passenden Bier oder anderen Kalt- oder Heißgetränken.

Sie ist nachts auch ein beliebter Treffpunkt und meist die einzige Möglichkeit nach dem „Fortgehen“ in Salzburg noch etwas Essbares zu finden.

Nur zu spät sollte man auch hier nicht aufschlagen, da es dann nicht mehr alle Wurstsorten von Frankfurtern bis Käsekrainern gibt.

Frankfurter sind in Österreich übrigens kurioserweise die Würste, die wir in Deutschland als Wiener Würstchen essen.
Zusammen mit Käsekrainern gehören sie zu den beliebtesten Wurstsorten an der „Heissen Kiste“.
Wie der Name schon nahelegt haben Käsekrainer eine würzige Käsefüllung, die nach dem Erhitzen ein wenig zerläuft.

 

Genießt lieber die Aussicht und den Geschmack!

Auch während dem Essen, solltet ihr den Blick auf die Festung und die barocke Altstadt nicht aus den Augen lassen. Das gilt zumindest für manche Speisen, denen die Österreicher – vermutlich in einer Bierlaune – ziemlich abenteuerliche Spitznamen gegeben haben.

Empfindliche und zartbesaitete Gemüter sollten jetzt besser nicht weiterlesen, um sich den Besuch der Wurststände nicht von vornherein zu verderben:
Denn die traditionsreichen Käsekrainer, die am liebsten mit süßem Senf gegessen werden, bezeichnet der Volksmund auch gern als „Eitrige mit Kinderschaas“.

Nicht nur deswegen gehören sie nicht zu meiner Wahl.
Ich bevorzuge seit meiner Studentenzeit in Salzburg den Hotdog mit Frankfurtern plus Ketchup und süßem Senf. Mahlzeit!

 

Weitere Imbissstände in Salzburg:

Beliebte Alternativen in der Salzburger Altstadt sind zu später Stunde die Salzburger Würstelkönigin, der Würstelstand auf der anderen Salzach-Seite am Hanuschplatz direkt beim Makartsteg.

Und wer keine Würste mag, bekommt beim Troja Kebab am Giselakai 15 (nur ca. 200m von der „Heissen Kiste“ entfernt) den besten Kebab der Stadt.

Nicht ganz so lang geöffnet, aber sehr beliebt ist auch das wohl älteste und bekannteste Bosnastandl in der Getreidegasse 33a. Der Balkan Grill Walter befindet sich in einem der engen Durchgänge zwischen Getreidegasse und  Universitätsplatz. Hier sollte man nicht zu hungrig ankommen, da es oft lange Warteschlangen gibt. Aber das Warten lohnt sich meist.

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