Quick Facts

Astana / Nur-Sultan
auf einen Blick

  • Astana war die Hauptstadt von Kasachstan. Sie heißt inzwischen Nur-Sultan.
  • Benannt ist sie seit 2019 nach dem ehemaligen Präsidenten Nursultan Nasarbajew. Er war von 1990 bis 2019 Präsident der ehemaligen Sowjetrepublik und prägte die Geschicke des Landes nach der „Öffnung des Eisernen Vorhangs“ entscheidend mit.
  • Nur-Sultan befindet sich mitten in der Kasachischen Wüste, ist eine Planstadt und hat seinen Namen nicht zum ersten Mal gewechselt.
  • Sie hieß von 1998 bis 2019 Astana, von 1992 bis 1998 Aqmola, von 1961 bis 1991 Zelinograd und davor Akmolinsk. Erst 1997 löste die Stadt in der Steppe Almaty als Hauptstadt von Kasachstan ab.
Kasachstans Hauptstadt ist eine Planstadt in der Wüste

Intro

2017 fand in Astana (heute Nur-Sultan) die Weltausstellung EXPO 2017 zum Thema „Future Energy“ statt.

Kasachstan selbst ist das siebtgrößte Land der Welt und ist eines der rohstoffreichsten Länder der Erde. Um das Kaspische Meer liegen große Erdöl- und Erdgasfelder, die dem Land Reichtum gebracht haben.

Bekannt ist Kasachstan auch durch seinen Weltraumbahnhof „Kosmodrom Baikonur“ mit dem Raketenstartplatz. Es war der weltweit erste und ist der derzeit größte Weltraumbahnhof der Welt. Von hier aus starten seit 1957 sowjetische bzw. russische Weltraum-Missionen. Und auch der Deutsche Astronaut Alexander Gerst startete von hier seine Mission zur ISS, der internationalen Raumstation.

Ein Flug ins Weltall war 2017 allerdings nicht mein Ziel in Kasachstan.

Auch wenn es sicher eine spannende Geschichte ist unsere Welt von oben anzuschauen und den Weltraum zu erkunden, habe ich noch genügend Ziele auf meiner Bucketlist auf unserer Erde.

Und so führten mich auch eher die weltlichen Probleme in die kasachische Hauptstadt, die 2017 noch Astana hieß.

Denn in Astana fand in dem Jahr die EXPO 2017 zum Thema „Future Energy“ statt.
Etwas überraschend in einem Land, das seine Energie fast ausschließlich aus fossilen Energyquellen bezieht und die Welt damit beliefert.

Andererseits lobenswert, wenn man es dann ernst meint, die Energie auf erneuerbare Energielieferanten umzustellen.

Als Symbol war der Kasachische Pavillon dann auch als letzter Öltropfen dargestellt, der an seinem höchsten Punkt ein modernes Windrad installiert hatte.

Info Weltausstellungen:

Seit 2010 besuche ich alle Weltausstellungen und schaue mir an, wie sich die Gastgeberländer und die Teilnehmernationen den Besuchern präsentieren.

Die meisten Menschen glauben, dass Weltausstellungen ihre Blütezeit längst hinter sich haben und ein Modell der Vergangenheit sind – oder sogar nie eine Existenzberechtigung hatten.

Sie führen vor allem die kritischen Punkte an, die unbestritten die EXPOs begleiten.
Es wird aber oft ignoriert, dass Weltausstellung auch heute noch vor allem in Asiatischen Ländern eine große Anziehungskraft haben und bei den Besuchern sogar Rekordzahlen verzeichnen.

In Shanghai waren es 2010 über 73 Millionen Besucher in sechs Monaten.

Mich interessieren aber vor allem die Selbstdarstellungen der Länder, die kulturellen Shows und das Design der Pavillons.

Ich finde es spannend, wenn über 100 Nationen an einem Ort der Welt zusammenkommen, ihre Lösungsansätze für Probleme unserer Zeit und Zukunftsthemen vorstellen.

Außerdem kommt man mit vielen Menschen unterschiedlichster Länder zusammen.

Ich bin mir natürlich bewusst, dass es sich dabei immer um idealisierte Präsentationen der Länder handelt. Und empfehle jedem Besucher auch immer genau hinzuschauen.

Neben den Veranstaltungen auf dem EXPO-Gelände profitiert oft aber auch die Host-City von einer Weltausstellung.

So wird oft an der Infrastruktur der Gastgeberstädte gearbeitet und im besten Fall wird diese auch verbessert.

Während dem Event gibt es auch zahlreiche Sonderveranstaltungen in den Städten selbst.

Sights, Unterkünfte  & Food

Best of Astana / Nur-Sultan

Infos &

Links

Quick Facts:

  • Nur-Sultan (Astana) ist ein Planstadt mitten in der kasachischen Steppe.
  • Dort leben etwa eine Millionen Menschen.
  • Das ehemalige Astana ist außerdem die (zweit-)kälteste Hauptstadt der Welt.
  • Im Winter kann es hier bis zu Minus 30 Grad werden.
  • Dieser Umstand – so heißt es mit einem Augenzwinkern – führt dazu, dass im Winter die Zahlen der Einbrüche runter und dafür die Verkehrsunfälle hochgehen.
  • Im Sommer sind die Tage heiß und oft windig.
  • Dem Standort entsprechend spürt man in der zentralasiatischen Stadt russische und asiatische Einflüsse sehr deutlich.
  • Der Islam ist in Kasachstan die weitest verbreitete Religion des Landes.
  • Ca. 70 % der Bevölkerung sind Muslime.
  • Die muslimische Lebensweise wird in Nur-Sultan besonders durch die großen Moscheen sichtbar.
  • Im Alltag wird es bei den Freitagsgebeten am deutlichsten, wenn der Muezzin durch Lautsprecher zum Gebet ruft und die Menschen darauf in die Moscheen zum Gebet ziehen.
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Sights & Highlights

In Nur-Sultan (früher Astana) findet man ein Sammelsurium eigenartigster Gebäude.

Man findet Pyramiden, zeltförmige Einkaufszentren, Moscheen, mächtige Sowjetbauten, den berühmten Bajterek-Turm im Zentrum und sogar einen Nachbau des Pariser Arc de Triomphe.

In der Zentralasiatischen Stadt spürt man sämtliche Einflüsse des eigenen Standorts zwischen Ost und West.

Bajterek-Turm

Das bekannteste Gebäude und Wahrzeichen von Astana bzw. Nursultan ist der Bajterek-Tower.
Der Bajterek-Turm soll einen mythologischen Lebensbaum symbolisieren.
Einer Sage nach legte ein in Kasachstan legendärer namens Vogel Samruk ein Ei in die Baumkrone. Und somit symbolisiert das Gebäude einen Baum mit einem 22 Meter Durchmesser fassenden goldenen Ei an der Spitze.

Es heißt, dass Präsident Nasarbajew den Entwurf selbst gezeichnet hat.
Die architektonische Ausarbeitung wurde von Sir Norman Foster übernommen, der nicht nur das Wembley Stadion in London und die Reichstagskuppel in Berlin neu geplant hat, sondern auch in Astana eine Pyramide und ein riesiges Zelt aufgestellt hat.

Im Inneren der Spitze hat man nicht nur einen Rundumblick über die Hauptstadt aus knapp 100 Metern.
Hier befindet sich auch ein vergoldeter Handbadruck des Präsidenten.
Legt man seine eigene Hand in den Abdruck soll es Glück bringen. Eine Zeit lang ertönte hier auch die Nationalhymne Kasachstans, wenn man seine Hand in den Abdruck legte.

EXPO-Gelände – Heute: The Sphere: Museum oft he Future

Das Weltausstellungsgelände von 2017 ist heute ein Konferenzzentrum und der Kasachische Pavillon beinhaltet das „Museum oft he Future“ mit dem Namen „The Spehere“.

Das Highlight ist die riesige Glaskuppel in der sich das Museum befindet.

Auf mehreren Etagen werden unzählige Exponate zu Zukunftsthemen und der Raumfahrt gezeigt.

Zur Zeit der Weltausstellung war es ein sehr lebhafter Ort mit tausenden Besuchern.
Und die riesige Kuppel wurde mit einer Lichtshow animiert.
Da sich das Gelände etwas außerhalb befindet und nicht mehr jeden Tag Events stattfinden muss das heute nicht mehr zwingend zutreffen.

Deshalb solltet ihr aktuelle Infos checken, ob sich ein Besuch weiterhin lohnt.

Shopping-Mall mit großem Supermarkt

Direkt neben dem EXPO-Gelände befindet sich eine Shoppingmall, die zusätzlich Menschen anzieht und gute Einkaufsmöglichkeiten bietet. Hier ist z.B. auch ein riesiger Supermarkt untergebracht mit einer der größten Sortiments in Nur-Sultan.

Khan Shatyr – Zelt mit Einkaufszentrum

Khan Shatyr heißt übersetzt „Königliches Zelt“ und ist ein riesiges, transparentes Zelt in dem sich ein Shopping-Center und ein Veranstaltungszentrum befindet.
Es beeindruckt mit seiner Fassade und Höhe.In der Mitte befindet sich ein 150 Meter hoher dreibeiniger Mast, der die Dachkonstruktion hält.
Auch dieses Bauwerk wurde von Stararchitekt Sir Norman Foster geplant.

Pyramide des Friedens und der Eintracht

Die Pyramide des Friedens und der Eintracht ist eine 77 Meter hohe Konstruktion in der kasachischen Hauptstadt, die ebenfalls von Norman Foster geplant wurde.

Darin befindet sich das Kongresszentrum „Congress of Leaders of World and Traditional Religions“.
Die Pyramide soll die verschiedenen Religionen der Welt symbolisieren.
Dazu sind hier eine Oper mit 1.500 Plätzen, mehrere Bildungseinrichtungen und ein Zentrum der verschiedenen Volksgruppen Kasachstans untergebracht.

Hazrat-Sultan-Moschee und Nur-Astana-Moschee

Beeindruckend ist die relativ neue Hazrat-Sultan-Moschee nicht nur aufgrund ihrer Größe.
Die Kuppel der zweitgrößten Moschee in Zentralasien ist 55 Meter hoch.
An den Ecken des Gotteshauses ragen vier 77 Meter hohe Minarette empor.
Die Fassade, die Kuppel und das Innere der Moschee sind größtenteils in Weiß gehalten.
Dazu sind ist die Moschee mit traditionellen kasachischen Ornamenten verziert.
Auch in der Nacht ist der Anblick sehenswert, wenn die Moschee leicht blau beleuchtet wird und die dunkle Nacht um das Gebäude erhellt.

Auch im Zentrum befindet sich noch eine große Moschee.
Die Nur-Astana-Moschee war die größte Moschee Astanas bis zur Fertigstellung der Hazrat-Sultan-Moschee im Jahr 2012.

In Nur-Sultan findet man noch viele weitere einzigartige Gebäude.
Hier konnten sich internationale Architekten ordentlich ausleben und Bauwerke unterschiedlichster Stile schaffen, die es sonst fast nirgendwo auf der Welt so bunt gemischt zu sehen gibt.

Arch de Triumph

Einige werden überrascht sein ein Symbol Frankreichs in Astana zu finden.
Es führt tatsächlich auch ein Kreisverkehr, wie in Paris auch hier um den Triumphbogen herum. Auch die Symbolik ist ähnlich und ist den Errungenschaften des Volkes gewidmet.
Um ihn herum stehen hier allerdings nicht die Prachtbauten der Champs-Élysées.
Es grüßt nebenan ein wenig Ostblock-Charme.

Cafés, Restaurants & Bars

FOOD & DRINKS

In Nur-Sultan (Astana) bekommt man oft deftige, lokale Küche.
Ein Mix aus russischen und asiatischen Speisen mit viel Reis und Fleisch gibt es hier zu zentralasiatischen Spezialitäten verarbeitet.

In der kasachischen Hauptstadt findet man v.a. im Stadtzentrum aber auch Restaurants mit internationaler Küche.

 

Ein traditionelles Kasachisches Gericht habe ich auf der EXPO 2017 im Kasachischen Restaurant probiert ohne genau zu wissen, was es ist. Achtung Vegetarier und Veganer – dieses traditionelle Reisgericht mit Rindfleisch wird außerdem als Highlight mit einem kleinen Stück Pferdefleisch im Darm serviert.
Tatsächlich war es das würzigste und das, was am besten geschmeckt hat.
Ich müsste mir aber noch einmal überlegen, ob ich es nun noch einmal essen wollte.

 

Kumys

Kumys ist das Nationalgetränk in Kasachstan und wird aus vergorener Stutenmilch hergestellt.

Mit großer Begeisterung hat man dieses Getränk schon bei der Weltausstellung EXPO 2015 in Mailand den Besuchern sozusagen als Appetizer auf die EXPO 2017 in Astana angeboten.

Die Begeisterung des italienischen und internationalen Publikums hielt sich dabei meist in Grenzen.
Das Getränk Kumys schmeckt ähnlich, wie Kefir nur noch etwas säuerlicher, prickelt mehr und ist nicht jedermanns oder jederfraus Geschmack.

Der Deutsche Auslandsjournalist Gerd Ruge soll den Geschmack als „Joghurt mit Bier“ verglichen haben.

Und tatsächlich ist die vergorene Stutenmilch leicht alkoholhaltig.
Aber nicht so stark, dass man – wenn man den Geschmack nicht mag – zumindest einen Rausch davon bekommen könnte, nun auch wieder nicht.

 

Internationale Küche und Restauarnts

Es gibt auch viele internationale und Asiatische, sowie Russische Restaurants.

Windig, heiß und im Winter eiskalt

Klima, Wetter & Reisezeit + Regenzeit

Die Stadt liegt in der kasachischen Steppe. Typische Merkmale sind daher das kontinentale Klima mit Winterkälte und sommerlicher Trockenheit.

Nur-Sultan ist die (zweit-)kälteste Hauptstadt der Welt.
Im Winter kann es hier bis zu Minus 30 Grad werden.

Dieser Umstand – so heißt es mit einem Augenzwinkern – führt dazu, dass im Winter die Zahlen der Einbrüche runter und dafür die Verkehrsunfälle hochgehen.

Im Sommer sind die Tage heiß und oft windig.

Hotels, Hostels, Airbnb & Co

Unterkünfte

Durch seine exponierte Stellung gibt es in Astana viele Luxushotels.

Aber auch für Low Budget Traveller sind einige Möglichkeiten vorhanden.

Ich habe 2017 im Hostel übernachtet.

Es war ok. Untergebracht war es in einer holprigen Seitenstraße einer Hauptstraße, die noch nicht geteert war.
Die Gegend hinter der Hauptstraße schien noch etwas unfertig und war nicht für alle Taxifahrer leicht zu finden.

Der Garten hatte auch noch etwas Optimierungspotential.

Innen war es aber ganz angenehm, recht sauber und für den Preis in Ordnung.
Im Haus trägt man Hausschuhe, damit es auch sauber bleibt und auf jeder Etage befinden sich Bad und Toiletten. Der Wasserdruck könnte etwas höher sein, aber grundsätzlich war es ok.

Es gibt eine Gemeinschaftsküche und man trifft im Hostel internationale Leute, die z.B. mit dem Motorrad durch die Steppe düsen oder auf ihr Anschlussvisum für die Weiterreise nach China oder ein anderes Zentralasiatisches Land warten.

Die Zimmer:

Das Gute hier ist, dass die Zimmer Einzelzimmer sind. Die Zimmer sind aber recht schmal, so dass im Wesentlichen nur ein Bett reinpasst und daneben ein Durchgang ist.
Aber die Trennwand sorgt für etwas Privatsphäre. Besonders dick sind sie allerdings nicht.

Alle fünf Übernachtungen konnte ich nicht in dem Bett schlafen, da es sehr weich war.
Manche mögen weiche Betten bevorzugen. Mein Rücken ist durch viele Reisen und Rucksacktouren aber etwas lädiert und so habe ich die Matratze zwischenzeitlich auf den Boden gelegt und ohne Bettgestell geschlafen. Das war so vom Hostel sicher nicht geplant, aber für ich eine Möglichkeit.

In der Nähe gibt es lokale Restaurants und eine Bar.
Für Supermärkte o.ä. musste man 2017 schon eine Strecke laufen.

In der Nähe befinden sich Bushaltestellen.

Zusammengefasst eine recht gute und günstige Übernachtungsmöglichkeit mit ein paar kleinen Optimierungsmöglichkeiten…

How to get Around?

Anreise + Verkehrsmittel

Der internationale Flughafen ist ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt.

Nur-Sultan auf wenigen Achsen, wie auf dem Schachbrett geplant.

Dadurch relativ übersichtlich.

Auf den Hauptverkehrsrouten fahren öffentliche Busse und Taxis.

Auch Uber ist sehr beliebt.

Nicht unwesentliche Wartezeit sollte man aber immer einplanen. Vielleicht lag es bei meinem Besuch aber auch an der EXPO 2017, das mehr Menschen in der Stadt waren und dadurch die Wartezeiten meist ziemlich lang waren.

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