Road-Trip durch Österreich 2020

Auf dem Holzweg in Wildschönau

Summary:

  • In Wildschönau befinde ich mich ein wenig auf dem Holzweg
  • Auf der Suche nach einem günstigen Hotel auf dem Weg von Salzburg nach Vorarlberg nehme ich einen ziemlich großen Umweg in Kauf.
  • Der Ort hat ein paar skurrile Überraschungen parat.
  • Das Hotel ist eigentlich gut, das Zimmer schön, sauber und schön groß.
  • Gastgeber und Personal sind sehr nett.
  • Nur mein Bett gleicht eher einer Hängematte.
  • Eine Nacht war für mich in Wildschönau genug.

Platzlwirt – Gut gepflegtes und günstiges Hotel in Wildschönau

Auf der Durchreise von Salzburg nach Vorarlberg suche ich in Tirol noch eine günstige Unterkunft für eine Nacht, da meine bereits vorab gebuchten Hotels in der Verlängerungsnacht ziemlich teuer wären.

Für nur 51 EUR kann ich dagegen ein großes Zimmer beim Platzlwirt in Wildschönau bekommen.
Und auf der Karte sieht es eigentlich so aus, als wäre es kein großer Umweg.

Leider habe ich den Höhenunterschied und die Bergstraßen nicht mitberechnet.
So wird die Fahrt zum Hotel – auch wenn sie sehr schön ist – etwas länger und umständlicher als gedacht.

Immerhin macht das Hotel bei Ankunft einen guten Eindruck.
Am Empfang begrüßt man mich mit der frohen Botschaft, dass man mir „ein ganz ein schönes Zimmer“ reserviert hat.

Und es ist tatsächlich ein sehr sauberes, gemütlich eingerichtetes und vor allem sehr großes Zimmer für diesen Preis. Auch das Personal ist überaus freundlich.

Der Ort Wildschönau

Da ich nur auf Durchreise bin, drehe ich am Vorabend nur eine Runde durch den kleinen Ort.
Wildschönau liegt in idyllischer Landschaft auf 936 Meter zwischen seichten Hügeln und Bergen.

Es gibt eine kleine Kirche mit Friedhof in direkter Umgebung des Hotels.
Auf der gegenüberliegenden Seite steht außerdem das 1. Tiroler Holzmuseum.
Das Gebäude und einige Figuren finde ich in der Dämmerung ein bisschen „spooky“.

Einigen Feministinnen und Feministen wird es so ähnlich bei dem Tourismus-Plakat von Wildschönau gehen, das mir an einer Hauswand auffällt.
Herzlich Willkommen in einer längst vergessenen (Werbe-)Zeit, denke ich bei dem Anblick.
Und wen möchte man damit eigentlich ansprechen?

Hotel & Restaurant

Das Hotel ist allerdings nicht nur günstig, sondern eigentlich auch recht schön.

Jedenfalls wenn man sich in Tirol inzwischen an den glänzenden Samtbezug gewöhnt hat, der an vielen Orten die Möbel verschönern soll.
Hier gibt es ihn im Empfangsbereich im kaiserlichen Violett und in glänzendem Hellblau im Restaurant.

Dort gönne ich mir am Abend passend zum glänzenden Bezug auch einen Kaiserschmarrn.
Der glänzt übrigens fast genauso, da man ihn hier mit etwas mehr Butter serviert (wie mir scheint).

Da ich nicht der größte Fan von (flüssiger) Butter bin, bin ich davon nicht ganz so angetan.
Aber das liegt sicher an meinem Geschmack und davon abgesehen ist er auch ganz gut.

Irritiert ist man an den Nachbartischen zusätzlich davon, dass ich mein Essen fotografiere.
Im Restaurant, wo sich heute hauptsächlich Einheimische und ältere deutsche Touristen befinden, ist man es hier wohl noch nicht so gewohnt mit der Spezies Food- und Travel-Blogger in Kontakt zu kommen.

Zimmer & Bett

Danach entscheide ich mich recht zeitig für’s Bett.
Leider hängt die Matratze ein wenig durch und ich fühle mich ein wenig wie in einer Hängematte.

Für eine Nacht nehme ich das in Kauf und schlafe näher am etwas stabileren Bettrahmen, auch wenn es meinem (ohnehin schon angeschlagenen) Rücken am nächsten Morgen damit nicht allzu geht.

Da das Personal und der Inhaber hier aber außerordentlich freundlich und hilfsbereit sind, gehe ich davon aus, dass man am nächsten Tag für dieses Problem eine Lösung gefunden hätte, wenn ich mich darum bemüht hätte.

Frühstück, Freikarte für den Lift und Abreise

Das Frühstück am Abreisetag ist gut. Danach geht es für mich aber auch schon weiter.

Eine Liftkarte wäre im günstigen Hotel-Preis am nächsten Tag übrigens auch noch enthalten gewesen.
Da ich aber schon wieder los muss, muss ich darauf leider verzichten.

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