Intro:

Städtereise nach Barcelona

Barcelona ist ein Anziehungspunkt für alle Freunde von Overtourism.
Ein kleiner Spaß zu Beginn, der für die Einwohner der katalanischen Hauptstadt leider alles andere als lustig ist.

Die architektonischen sowie künstlerischen Bauwerke und Arbeiten von Dalí und Gaudí, die Lage am Meer, die Flaniermeilen und das Lebensgefühl haben Barcelona aber zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas gemacht.

Inzwischen ist die spanische Stadt die Top 4 der europäischen Tourismusdestinationen hinter London, Rom und Paris.

Billigflieger, Kreuzfahrtschiffe, unzählige Hotels, Airbnb und viele nicht genehmigte private Übernachtungsangebote haben die Stadt in den letzten Jahren zum Überquellen – und die Einwohner gegen die Touristenmassen aufgebracht.

Im Jahr kommen inzwischen 8,4 Millionen Touristen in die Stadt. Das sind mehr als Barcelona Einwohner (5,6 Mio.) hat.

In den letzten 30 Jahren hat sich die Anzahl der Übernachtungen verzehnfacht.
Die Anzahl der Hotels und Hostels sind ebenso exponentiell gewachsen.
Airbnb-Angebote wurden reguliert – und nach Missachtung der Regulierung musste Airbnb bereits 600.000 EUR Strafe zahlen.

Trotz dieser Regulierungen sind es auch die Tagestouristen von den Kreuzfahrtschiffen und aus den Reisebussen, die die Situation zusätzlich verschärfen.

Bis zu 500 Reisebusse kommen in der Hauptreisezeit am Tag in Barcelona an. Dazu kommen 30.000 Kreuzfahrttouristen, die die Stadt täglich fluten.
Und v.a. bei Kreuzfahrttouristen und Tagestouristen ist es so, dass sie Platz brauchen, die Infrastruktur nutzen, aber wenig(er) Geld in Restaurants oder Geschäften lassen, da sie auf den Schiffen oder in auswärtigen Hotels vollversorgt werden.

Einzig Souvenirläden profitieren zeitweise davon.
Und das führte bereits dazu, dass lokale Geschäfte Touristen- und Souvenirshops weichen müssen und die Immobilienpreise für die Einwohner unbezahlbar werden.

Eine sehr hohe Arbeitslosenquote vor allem unter jungen Spaniern komplettiert das Missverhältnis zwischen Touristenvergnügen und Ärger der Einwohner.

 

Und dennoch bleibt die Stadt natürlich ein sehr begehrtes Reiseziel, da sie beeindruckende Architektur, Geschichte und einen besonderen Lifestyle bietet.

Hier soll auch nicht die Lust auf Barcelona genommen werden.

Reisen ist wichtig, der kulturelle Austausch noch viel mehr.
Und durch die Touristen profitiert Barcelona natürlich auch wirtschaftlich – und das bringt im besten Fall auch den Einwohnern wieder Vorteile und Einnahmen.

Es lohnt sich daher weiterhin nach Barcelona zu reisen. Die Stadt hat so viele Kulturschätze, Sehenswürdigkeiten und schöne Orte zu bieten.
Allerdings sollte man vielleicht seine Reisezeit, die Art der Reise und die Verteilung der eigenen Peseten (Euros) ein wenig überdenken.

Ein respektvoller Umgang mit den Einheimischen ist das eine.
Die Reisekasse könnte man auch sinnvoller in lokale Geschäfte und Angebote investieren, als in die ewig gleichen Angebote von internationalen Modemarken, Souvenirgeschäfte oder Fastfood-Ketten.

Warum sonst macht man schließlich eine Reise nach Katalonien?
Oft landet man auch in Touristenfallen, wo es bedeutend teurer und wesentlich weniger authentisch ist.

Dabei helfen inzwischen glücklicherweise Internetplattformen, wie TripAdvisor (wobei hier leider auch immer die Gefahr eine Fake-Bewertung lauert).

Und auch Airbnb wird von mir nicht vollkommen abgelehnt und verteufelt.
Denn auch so lässt sich oft die lokale Bevölkerung unterstützen, wenn z.B. eine Studenten-WG ein freistehendes Zimmer untervermietet, um sich dadurch das Studium zu finanzieren. Oder zumindest um einen Teil dazu beizutragen.

 

Bei meiner Reise 2012 war ich leider noch nicht ganz so weit und habe noch in Unterkünften übernachtet, die ich jetzt nicht unbedingt wieder wählen würde.
Die Planung für den Trip war insgesamt (zu) kurz und auf der Reise war ich an 1 ½ von 3 Tagen krank.
Das vermieste mir ein wenig den Spaß an der Reise, obwohl es damals noch nicht so viele Touristen gab, wie bis Anfang 2020 als die Corona-Krise begann.

Sehenswürdigkeiten und La(s) Rambla(s)

Die Stadt bietet unzählige Sehenswürdigkeiten.

Da sind zum einen die Bauwerke und Arbeiten von Dalí und Gaudí, wie z.B. die Sagrada Familia.
Dazu lockt die tolle Lage am Meer. Barcelona ist also auch für einen Städtetrip mit Strandurlaub geeignet.

Kulturell und sportlich wird’s in der Gegend um das Museu Nacional d’Art de Catalunya am Berg mit dem Olympischen Park in der direkten Umgebung.

Barcelona hat so viele weitere Parks und Flanierwege, dass es schwer wird sich für einen zu entscheiden.

Zu den „Must Dos“ für die meisten Besucher von Barcelona gehört einmal über die „Rambla“ zu gehen.
Die 1,2 Kilometer lange Promenade im Zentrum von Barcelona führt vom Plaça de Catalunya zum Alten Hafen.
Es ist Barcelonas Prachtmeile. Hier spielen Straßenmusiker, es befinden sich Restaurants und Cafés und es ist sehr beliebt unter den Bäumen Richtung Meer zu spazieren.

Ein wenig in Ver­ruf geriet die Fußgängerzone in den letzten Jahren, da sich hier nur noch die Touristenmassen durchschoben, in der Umgebung Souvenirshops und Tourist Traps den lokalen Händlern die Ladenflächen nahmen. Und von der ursprünglichen, leichten katalanischen Lebensart so eigentlich nicht mehr viel übrig blieb.

Nicht verpassen sollte man die Gegend rund um das Weltausstellungsgelände von 1888 mit dem roten Triumphbogen.
Ein paar weniger bekannte Highlights, wie der Deutsche Pavillon der Weltausstellung von 1928 machen die Stadt auch bei Architekturfreunden und unterschiedlichsten Touristen und Reisenden beliebt.

Auch der weltberühmte FC Barcelona mit Messi und dem größten Stadion in Europa, dem Camp Nou, machen die Metropole zu einem weiteren Anziehungspunkt für Fußballfans aus der ganzen Welt.

Classic

Sagrada Familia

Die Kathedrale ist vermutlich das spektakulärste Bauwerk der Metropole.
Vor knapp 100 Jahren wurde mit ihrem Bau begonnen. Und 2026 soll sie tatsächlich endlich fertiggestellt werden.
Obwohl der Bau bis heute nie abgeschlossen war, zieht er die meisten Touristen an.
So einzigartig ist der Baustil. So stark unterscheidet sich die Kathedrale von anderen Kirchen auf dieser Welt.

In der Hauptreisezeit ist es allerdings schwer dort die Ruhe zu finden, um dieses Bauwerk entsprechend zu betrachten.
Wie nicht anders zu erwarten, tummeln sich hier die meisten Touristen in ganz Barcelona, um einmal die Sagrada Familia zu sehen.

 

Tickets vorab kaufen

 

Wer das Innere der Kathedrale besuchen möchte, sollte sein Ticket am besten schon vorab online kaufen.

Die Wartezeit in der Schlange draußen ist extrem und es besteht die Gefahr, dass man überhaupt keinen Einlass ohne Reservierung bekommt.

Lange Tradition mit Weltausstellungen

Weltausstellungsgelände 1888 mit „Arc de Triomf“

Wenn überhaupt, verbindet man in Europa mit Weltausstellungen die Städte London und Paris.
Aber auch Spanien und Barcelona haben eine große Tradition im Zusammenhang mit Weltausstellungen. Zu der Zeit, als diese noch wesentlich bedeutender waren als heutzutage die Olympischen Spiele, war Barcelona zweimal Gastgeber dieser Megaevents.

1888 und 1929 war die „Welt zu Gast“ in Barcelona und die katalanische Stadt präsentierte sich von seiner besten Seite.
Dadurch haben Einwohner und Touristen heute noch schönste Parks, Flaniermeilen und einige imposante historische Gebäude.
Das unterscheidet frühere Weltausstellungen übrigens stark von den heutigen EXPOS, wo die Ausstellungsgelände oft am Stadtrand und nicht im Zentrum der Metropolen sind.

Ein Überbleibsel der Weltausstellung 1888 ist zum Beispiel der rote Triumphbogen, der Arc de Triomf. Und am Ende des Boulevards unter Palmen führt der Weg in den Parc de la Ciutadella.

Schönste Parks in Barcelona

Parc de la Ciutadella mit Zoo

Der Parc de la Ciutadella gehört zu den schönsten Parks in Barcelona.
Nicht weit vom Meer wurde er nach dem Vorbild des Jardin du Luxembourg in Paris gestaltet.

Hier findet man den opulenten Brunnen „Font de la Cascada“ mit goldenen Pferden auf der Spitze.
Außerdem stehen hier weitere Überbleibsel der EXPO 1888 und im „Castell dels Tres Dragons“ ist heute der Sitz des Zoologischen Museums.

An einem sonnigen Herbsttag gibt es fast nichts Schöneres als hier einen ausgedehnten Spaziergang zu machen.
Der Park ist auch noch vergleichsweise ruhig im Gegensatz zu vielen anderen Touristen-Hotspots in der Stadt.

Größtes Museum und EXPO-Überbleibsel

Museu Nacional d’Art de Catalunya mit Weltausstellungsgelände von 1929

Am Fuß des Montjuïc, einem der beiden Hausberge von Barcelona, liegt das Museu Nacional d’Art de Catalunya, das 1929 aus Anlass der zweiten Weltausstellung in Barcelona gebaut und eröffnet wurde.
Man erreicht es zu Fuß über viele Treppenstufen oder bequem über ein paar Rolltreppen an gleicher Stelle.

 

Das mächtige Gebäude war ursprünglich der spanische Pavillon der Weltausstellung von 1929.
Nach Renovierungsarbeiten wurde es 1997 wieder eröffnet.
Insgesamt sind im Museum mehr als 260.000 Kunstgegenstände ausgestellt.
Damit ist es das größte und bedeutendste Museum in Barcelona.

 

Mit der Barcelona-Card ist der Eintritt „kostenlos“.

Auch hier lohnt sich in der Umgebung ein Spaziergang an einem sonnigen Herbsttag.
Vor dem Museum kann man sich auch einfach in das Outdoor-Café setzen etwas trinken und die Aussicht genießen.
Mit etwas Glück spielt dazu ein Straßenmusiker Live-Musik.

Olympische Spiele von 1992

Olympia-Stadion von Barcelona

Gleich in der Nähe befindet sich das Olympia-Stadion von 1992.
Bei aller Kritik, die Olympische Spiele immer begleiten, waren die Spiele geprägt von mediterranem Flair und herzlicher Gastfreundschaft.
So sorgten sie für einen neuen Blick auf Barcelona und ganz Spanien.

Auch Barcelona profitierte im Bereich der Infrastruktur und anderer Städtebaulicher Maßnahmen von den Olympischen Spielen.
Üblicherweise ist das Olympiastadion die größte und beeindruckendste Arena einer Stadt.
In Barcelona ist das ein wenig anders. Das Olympiastadion ist wesentlich kleiner als das Stadion des FC Barcelona.
Wer also vorher dort eine Stadiontour gemacht hat, wird also am Olympiastadion ein wenig enttäuscht sein.

Mit der Hymne zu den Olympischen Spielen von Queen-Frontmann Freddie Mercury und der weltbekannten spanischen Opernsängerin Montserrat Caballé blieb der Stadt außerdem ein musikalisches Erbe.

Bedauerlicherweise konnte Freddie Mercury den Song bei der Eröffnungsfeier selbst nicht mehr singen, da er 1991 verstarb.

Zwei Deutsche Design-Ikonen in der katalanischen Hauptstadt 

Barcelona-Pavillon & Barcelona-Chair

Am Fuß des Montjuïc erwarten die Besucher Barcelonas zwei Architektur- und Design-Ikonen des 20. Jahrhunderts.

Der 1986 wiederaufgebaute Deutsche Pavillon der Weltausstellung 1928, heute als „Barcelona-Pavillon“ bekannt, ist kurioserweise das „Gegenteil“ des Spanischen Pavillons aus demselben Jahr.

Während man Deutschland gern mal vorwirft hochtrabend bis protzend aufzutreten, „thronte“ der Spanische Pavillon hoch oben mächtig über der Stadt und der Deutsche Pavillon lag dagegen dezent am Fuß des Bergs. Ein wenig versteckt und in seiner Schlichtheit des Baustils fast unbemerkt.

Dabei sollte er mit seinem modernen Stil auch die Weimarer Republik als junge Demokratie repräsentieren und im Gegensatz zu den prahlerischen Gebäuden früherer und späterer Deutscher Beiträge bei Weltausstellungen auch eher Understatement betreiben.

Das ist natürlich nicht der Grund, warum er 1986 in Barcelona wieder aufgebaut wurde.
Vielmehr war es der neuartige, moderne und offene Baustil, der vom bekannten Architekten Mies van der Rohe bereits 1928 umgesetzt wurde.

Es waren die zu diesem Zeitpunkt größten Fensterscheiben, die überhaupt auf der Welt produziert werden konnten.
Das machte ein völlig neues Wohnen möglich. In einem transparenten Wohnraum mit der Verbindung nach außen.

Die zweite Design-Ikone befindet sich Inneren des Pavillons und ist international bedeutend bekannter. Nicht nur bei Fans von Interior-Design.

Der „Barcelona-Chair“ trat ebenfalls hier seinen Siegeszug durch die Welt an.

Was viele nicht wissen ist, dass auch dieser Sessel vom Deutschen Architekten Ludwig Mies van der Rohe zusammen mit Lilly Reich für den deutschen Pavillon der Weltausstellung 1929 in Barcelona entworfen wurde.

Hier lohnt sich auch eine kleine Tour, die oft von Architekturstudenten geführt wird.

Pure Erholung vom Städtetrip im schönsten SPA

AIRE Ancient Baths Barcelona

Ein Städtetrip ist oft nicht nur aufregend und spannend, sondern auch hektisch und anstrengend.

Schnell noch die nächste U-Bahn erwischen, weil die Zeit knapp ist. Früh aufstehen, obwohl man die halbe Nacht durchgefeiert hat. Und dann die ganzen Besichtigungstouren, Schlange stehen vor den schönsten Sights und immer wieder der Stadtlärm und die vielen Menschen.

Wer dem entfliehen möchte, ist im AIRE Ancient Baths Barcelona genau richtig.
In der Paseo Picasso 22 direkt gegenüber vom Parc de la Ciutadella liegt ein wenig versteckt der Eingang eines der besten Spas in denen ich bisher war.

In den dunklen Gewölben des alten Lagerhauses schimmern die hellblauen Pools gleich doppelt so schön. Dazu sind manche Bereiche mit Kerzenlicht erleuchtet.

Obwohl super zentral gelegen, vergisst man hier Zeit und Raum. Der perfekte Ort um für ein paar Stunden abzutauchen und Tiefenentspannung zu genießen.

Es gibt mehrere Pools und verschiedene Bereiche in denen man Relaxen kann.
Die Pools haben unterschiedliche Temperaturen und Funktionen.
Und es gibt verschiedene Anwendungen.

Man kann durch den einen Pool durchs Wasser waten. Im anderen schwebt man förmlich auf der Oberfläche.

Dazwischen macht man Pausen und es wird Wasser oder Tee gereicht.
Geschultes Personal begleitet einen bei den Anwendungen.
Komplettiert wird die Wohlfühloase durch eine Massage.

Nach wenigen Stunden taucht man wie aus einer anderen Welt wieder auf und kann sich gut erholt wieder in das bunte Treiben der Großstadt stürzen.

Beeindruckendes Bauwerk

„Gaudi Haus“ – Casa Batlló

Neben der Sagrada Familia ist die Casa Batlló das bekannteste Gebäude von Gaudi in Barcelona.

Von weitem erkennt man es schon an den prägnanten, oval gewölbt vorstehenden Balkonen.
Im Inneren erfährt man viel über die Architektur und wie es gebaut wurde.

Auch der Blick im Innenhof ist einzigartig. Der Eintritt ist mit 25 EUR recht teuer. Die Einzigartigkeit des Künstlers und Architekten rechtfertigt das am Ende aber.

Einzigartiger Park von Gaudi

Park Güell

Nicht nur ein einziges Gebäude von Gaudi: Im Park Güell erwartet Euch ein ganzes Areal voller Bauwerke, Skulpturen, Dächern, Brücken und Treppen.
Ganze 14 Jahre von 1900 bis 1914 dauerte die Fertigstellung. Ist doch gar nicht so lang für Gaudi werdet ihr jetzt denken. Die Sagrada Familia ist schließlich nach 100 Jahren noch nicht fertig.

Aber auch dieses Gesamtkunstwerk in solch einer Zeit hinzubekommen, ist schon eine sehr beeindruckende Leistung. Und in jedem Fall ein Besuch wert.
Der Park wurde inzwischen auch zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Es ist zwar auch möglich den Park nur von oben zu betrachten.
Hier muss man sich aber erstmal einen Platz zwischen den ganzen Instagramer*Innen ergattern. Und außerdem entgehen einem hier viele Details.

Wenn es ins Budget passt, sollte man den Park auf jeden Fall besuchen. Und wenn es nicht ins Budget passt, sollte man den ein oder anderen Programmpunkt vielleicht von der Karte schmeißen und das Geld besser für diesen Park investieren.

Hinweis: Auch hier grüßt der „Overtourism“. Daher hat man sich entschlossen nur noch eine begrenzte Besucherzahl zuzulassen.
Es empfiehlt sich daher unbedingt frühzeitig ein (online) Ticket zu sichern!

Traditioneller Tanz am Wochenende

Sardana Tänze

Der Katalanischen Tanztradition kommt man an manchen Tagen auf dem Plaza de Sant Jaume näher. Hier führt die Agrupació Cultural Folklòrica Barcelona ein paar klassische Sardana Tänze auf. Dabei bilden die Tänzer einen Kreis, fassen sich an den Händen und los geht’s. Charakteristisch sind die kurzen Schritte. Beim Aufeinander zulaufen werden die Arme gehoben und sinken danach wieder nach unten.

Natürlich ist auch das inzwischen eine Touristenattraktion geworden. Es vermittelt aber dennoch ein Gefühl etwas von Land, Leuten und Einheimischen und deren Trditionen mitzubekommen.

Der Weltbekannte Fußballclub und sein Stadion

FC Barcelona und Camp Nou

*Stadiontour

Wenn es um katalanische Tradition geht, kommt man am FC Barcelona selbstverständlich nicht vorbei.
Er ist das Wichtigste der Stadt und Region, könnte man meinen.

Obwohl er von einem Schweizer gegründet wurde und das markante blau-rote Dress vermutlich auf die Vereinsfarben des FC Basel zurückgeht, ist der FC Barcelona der ganze Stolz der Katalanen. Mit nichts und niemandem identifizieren sich die Bewohner so sehr, wie mit ihrem berühmten Fußballclub.

Die hitzigsten Spiele gibt es natürlich gegen die verhassten „Königlichen“ aus der spanischen Hauptstadt von Real Madrid.
Nicht nur wer die Diskussion um die Abspaltung Kataloniens in den letzten Jahren verfolgt hat kann sich vorstellen, wie hitzig die Atmosphäre im fast 100.000 Menschen fassenden Stadion Camp Nou sein muss.

Die Spiele waren aber auch schon vorher immer eine erbitterte Angelegenheit.
Besonders großen Zündstoff gibt es immer in den Jahren, wenn ein Barca-Spieler zu Real Madrid wechselt (oft, weil sie dort noch mehr Geld verdienen als bei Barca).
Als Luis Figo Anfang der 2000er diesen Weg ging wurde er von einer so aufgeladenen Stimmung empfangen, dass das Spiel kurz vor dem Abbruch stand.
Auf dem Spielfeld landete ihm „zu Ehren“ sogar ein Schweinekopf. Man weiß bis heute nicht, wie er ins Stadion kommen konnte.

Heute kommen die meisten Menschen um Messi (noch) einmal spielen zu sehen.
Das Stadion ist inzwischen aber auch eine Pilgerstätte für Touristen geworden.

Das führt zum einen dazu, dass die Tickets immer teurer werden. Zum Teil kostet ein Ticket für ein normales Spiel um die 100 EUR. Nach oben sind oft keine Grenzen gesetzt.
So leidet die Stimmung in diesem riesigen Rund oft noch mehr bei den ohnehin schon als Opernpublikum verschrienen katalanischen Stadionbesuchern.

Aus dem obersten Rang kann man außerdem schon mal ein Fernglas gebrauchen, um das Geschehen auf dem Platz nicht völlig aus den Augen zu verlieren.

Ein Besuch, wenn halbwegs bezahlbar, lohnt sich hier dennoch.
Man kann auch eine Stadiontour machen und die Pokale in der Schatzkammer bewundern.
Außerdem kommt man hier auch ganz nah an das Spielfeld heran.

Last, but not least….

Strand, Nightlife, Clubs & Bars

Der Strand von Barcelona ist an Tag und Nacht einen Besuch wert.

An sommerlichen Tagen kann man hier schön am Beach chille oder an der Promenade entlang flanieren. Am Tag herrscht eine entspannte Flipflop-Atmosphäre.

Hier befindet sich auch ein Kunstwerk des kanadischen Architekten Frank Gehry, der u.a. auch für das Guggenheim-Museum in Bilbao mitverantwortlich ist und auch die beeindruckenden Gebäude in Düsseldorf gebaut hat.

El Peix d’Or, der Fisch aus Gold, ist über die gesamte Fläche gut sichtbar und inzwischen zu einem Landmark der katalanischen Hauptstadt geworden.
Erstellt wurde es ebenfalls zu den Olympischen Spielen 1992.

An der Promenade befinden sich auch viele Bars und Restaurants.
Diese sind aber nicht ganz billig. Um Geld zu sparen habe ich mich hier für eine kleinere Mahlzeit und „nur“ ein Wasser ohne Kohlensäure entschieden.
Das Bier hätte zwar besser gepasst. Mein Budget war aber leider etwas knapper, so dass ich mich dagegen entschied.

Zu meiner Überraschung bekam ich kurz darauf ein sehr großes Wasser in einer überaus schick gestalteten Flasche.
Um es kurz zu machen: Der Liter Wasser in der fancy Flasche kostete acht Euro und meine gute Laune sank rapide gen Null.

Das Essen war gut, aber wer auch auf sein Budget achten möchte, sollte vorher fragen, wie viel zu welchem Preis serviert wird.

Am Abend wird die Promenade zur Ausgehmeile.
Hier gibt es viele Nachtclubs, die Einheimische und Touristen anziehen.
Manchmal werden schon am Tag Flyer verteilt, so dass man evtl. am Abend ein wenig beim Eintrittspreis sparen kann.

Hotels, Hostels & Airbnb

Unterkünfte

Meine Unterkunft musste ich recht kurzfristig buchen, da mir ein Bekannter, der in Barcelona lebt, nur wenige Tage vor meiner Reise abgesagt hat.

Das bedeutete, dass die Preise bedeutend höher und die besten Angebote schon ausgebucht waren.

So entschloss ich mich für das Hotel NH Barcelona Diagonal Center, da es ein recht modernes Hotel ist, das nicht allzu weit vom Zentrum entfernt liegt.
Das Zimmer war gut, sauber und recht schlicht eingerichtet.

Es ist aber eher ein Business-Hotel als das hübsche Boutique-Hotel im katalanischen Stil.
Damit konnte ich leben, da es auch sehr sauber war.

Problematisch war aber, dass ich mir auf der Reise eine Magen-Darm-Grippe zugezogen habe und kein Personal da war, dass mich unterstützen konnte.

Wenn überhaupt war nur eine Dame am Empfang und sie durfte / konnte das Hotel nach eigener Aussage nicht verlassen, um mir etwas aus der Apotheke zu besorgen.
Daher musste ich mich in meinem Zustand zur nächsten Apotheke schleppen. Google Maps und Internetverbindung waren da noch nicht besonders ausgereift, so dass es diesen Weg noch ein wenig beschwerlicher machte.
Das ist natürlich nicht der Fehler vom Hotel, aber unangenehm war es trotzdem.
Inhabergeführte Unterkünfte oder Unterkünfte mit mehr Personal sind in solchen Situationen etwas besser geeignet.

Noch ein bisschen unangenehmer war (auch schon ohne die Grippe), dass schräg gegenüber ein Nachtclub war und es trotz Isolierung relativ laut zuging.

In der Woche bzw. ohne Veranstaltungen im Nachtclub und ohne Grippe ist es aber sicher ein gutes Hotel.

Angenehm sonnige, aber manchmal bewölkte Tage im Herbst 

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit richtet sich in Barcelona nach verschiedenen Faktoren.
Im Hochsommer könnte es für eine Städtereise viel zu heiß sein. Außerdem sind dann so viele Touristen in der Stadt, dass einem die Lust auf Sightseeing gleich doppelt vergehen kann.

Andererseits finden viele Events statt und der Vibe in einer spanischen Stadt im Sommer – gerade wenn man jung ist und zum Feiern in der Stadt – ist das Beste, was man sich vorstellen kann.

Wer gern die Nächte in einer lauen Sommernacht durchfeiert und viele internationale Menschen treffen will, ist vielleicht gerade dann goldrichtig.

Wer mehr auf’s Budget schauen muss und die Sehenswürdigkeiten lieber mit weniger Touristen teilen möchte, sollte unbedingt außerhalb der Ferien- und Hauptreisezeiten und nicht an den Wochenenden nach Barcelona kommen.

Im Herbst (zu meiner Reisezeit) kann es abends schon mal etwas kühler werden.

Tagsüber kann das Wetter im Herbst schnell wechseln.
Auf hellblauen Himmel folgen manchmal innerhalb von Minuten dunkelgraue Wolken und Regen.
Das kann sich aber auch genauso schnell wieder drehen.

Je nach Plan und Absicht sollte man seine Entscheidung wie immer individuell treffen.

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