Intro

Design-City Eindhoven, Dutch Design Week & Glow-Festival

Goldener Design-Oktober und glühender November in „Designhoven“

Wenn Euch der Herbstblues so richtig runterzieht und ihr schnellstmöglich in eine lässige, gemütliche und Design inspirierte Europäische Spitzenmetropole reisen wollt, die dazu nicht allzu weit entfernt ist, ist Eindhoven genau die richtige Stadt für Euch!

What? Eindhoven? Nie gehört? Oder wenn überhaupt, nur als Philips-(Industrie-)Stadt bekannt, die ihre Zeit längst hinter sich hat? Dann schaut noch mal genau hin!

Denn Eindhoven ist die Design- und Technik-Metropole der Niederlande und wird mit der Dutch Design Week Euer (Design-)Herz erwärmen.

Wenn ihr danach noch nicht satt seid, kommt im November noch einmal wieder. Dann gibt Euch das Glow-Festival den Rest und bringt Euer Herz endgültig zum Leuchten!

Das klingt jetzt vermutlich (fast) wie ein schmalziger Werbetext aus einer schlechten Tourismusbroschüre, ist bei mir in den letzten drei Jahren aber tatsächlich passiert.

Ich kann es oft kaum abwarten bis der Oktober und der November kommen, kann mich nur nicht entscheiden, welches der beiden Festivals mir besser gefällt.
Aber diese beiden Kreativ-Festivals, die die dunkle Jahreszeit erhellen, sind bei mir seit 2016 immer fest in meinem Kalender eingeplant.

Könnt ihr Euch nicht vorstellen? Dann schaut zur Einstimmung die „Aftermovies“ des Glow-Festivals von 2017 und 2018 an und achtet auf die Gesichter der Besucher.

 

Eindhoven war nie auf meiner Liste

Gerade mal Durchfahrtsstation ans Meer

Dabei war Eindhoven lange Zeit ein schwarzer Fleck auf meiner Reisekarte und stand nie auf meiner Bucketlist. Denn die Stadt in der Provinz Nordbrabant ist keine der klassischen holländischen Schönheiten mit hübschen Grachten und der typischen holländischen Architektur, wie man sie z.B. aus der weltbekannten Hauptstadt kennt. Und deshalb solltet ihr auch kein kleines Amsterdam erwarten.

Auf der offiziellen Webseite steht in diesem Zusammenhang über die eigene Stadt:

„Eindhoven is generally not considered to be the most beautiful girl in class, but it is definitely the most exciting girl in class.“

Das kommt hin. Denn Eindhoven ist schon sehr industriell geprägt, geht mit dem wenig hübschen Erbe aber bemerkenswert um. Und das trifft vor allem auf sein Kreativviertel, das ehemalige Philips-Fabrikgelände „Strijp-S“, zu.

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Strijp-S

Von der „Forbidden City“ zum Hotspot der Stadt

Früher war Strijp-S als „Verbotene Stadt“ Eindhovens bekannt, da hier nur Philips-Mitarbeiter Zutritt hatten. Heute ist es eins der beliebtesten Viertel, in der die Kreativszene, Cafés, Bars und viele kulturelle Einrichtungen zu finden sind.

Strijp-S ist auch eines der Zentren bei der Dutch Design Week. In der Design-Woche geht es hier sowohl draußen als auch drinnen richtig ab!

Dort findet ihr mehrere große Ausstellungsflächen in den alten Fabrikhallen und spannende Design-Installationen und Design-Pavillons auf der großen Wiese vor den alten Industriegebäuden. Ein Food-Court befindet sich im ehemaligen Lagergebäude (Veemgebouw). Und Foodtrucks halten während der DDW meist auf dem großen Platz zwischen Torenallee und Philitelaan direkt neben den Design-Pavillons.
Nicht zu vergessen die ganzen dauerhaften Einrichtungen (Cafés, Bars, Restaurants, Design-Shops), die unabhängig von der Designweek hier zu finden sind.

Und wenn um 18 Uhr die Ausstellungshallen schließen, kann man hier perfekt den Tag bei Music, Food & Drinks ausklingen lassen. – Aber wir sind ja erst am Anfang…

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About Eindhoven

Design, Industriecharme & jede Menge stylischer Cafés und Restaurants

Dass Eindhoven die niederländische Metropole für Design und Technik ist, war mir lange Zeit nicht bewusst. Wie hätte ich sie sonst so lange ignorieren können?

Die Stadt in der das weltweit bekannte Unternehmen Philips 1891 seinen Ursprung hatte, war für mich maximal Durchfahrtstation nach Rotterdam, Den Haag oder Amsterdam.

Immer wenn ich auf der Zugfahrt bei der Durchfahrt durch Eindhoven aus dem Fenster geschaut habe, war ich auch nicht besonders angetan von dem was ich dort gesehen habe. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick grau, industriell und auch das Stadion, das sehr zentrumsnah steht und aus dem Zug gut sichtbar ist, hatte mich nie besonders überzeugt.

Und deshalb habe ich auch nie nur daran gedacht hier mal einen Zwischenstopp einzulegen.
Wie ich jetzt weiß: My Bad! Mein Fehler!
Denn trotz der tristen, teilweise grauen industriell geprägten Fassade ist Eindhoven der perfekte Ort um dem Herbstmood zu entfliehen.

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Nähe zu Deutschland / NRW

In ein bis zwei Stunden am Ziel

In nur knapp 1 ½ bis 2 Stunden z.B. aus Düsseldorf, Köln oder dem Ruhrgebiet mit dem Zug und Auto erreichbar, liegt es wesentlich näher an Deutschland als die beliebten holländischen Metropolen am Meer. Von meinem aktuellen Standort ist es sogar nur eine Stunde entfernt.
Gute und die günstigsten Anreisevarianten bietet übrigens der (Flix-)Bus.

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What’s so special about Eindhoven?

Aber was macht Eindhoven nun zu so einem reizvollen Ziel – abgesehen von der Nähe?

Die Philips-Stadt hat es im Gegensatz zu anderen Industriemetropolen (die mit dem Strukturwandel zu kämpfen haben) verdammt gut verstanden nicht in Selbstmitleid zu versinken und der Vergangenheit nachzutrauern.

Stattdessen ist es hier gelungen das Erbe der alten, nicht gerade schönen Industriebaracken mit extrem lässigen Cafés, Bars, Restaurants und einem riesigen Konzert- und Ausstellungsareal zu kombinieren. Entstanden ist „Industriecharme“ at its Best!

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Uni- und „Philips-Stadt“ Eindhoven

Bringt die Stadt noch immer zum Leuchten

Dazu prägt das Studentenleben der Design- und Technik-Studenten die junge, kreative und lebhafte Seite der Stadt. Außerdem profitiert Eindhoven immer noch von der weltbekannten Firma Philips, die bis heute Innovationen für unterschiedlichste Lebensbereiche hervorbringt.

Den Hauptsitz hat Philips zwar bereits seit einigen Jahren nach Amsterdam verlegt.
Der leuchtend blaue Philips-Schriftzug überragt aber immer noch das gesamte Zentrum von Eindhoven.
Dort befindet sich auch das Philips-Museum. Hier wird die Geschichte und aktuelle Technik des Unternehmens präsentiert. Denn Philips ist längst nicht mehr nur ein Unternehmen für Glühbirnen, sondern inzwischen einer der Weltmarktführer für Gesundheitstechnik (v.a. im Bereich Personal Health & Health Systems).

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Frits Philips Statue

Auf dem zentralen Marktplatz hat man dem Enkel bzw. Neffen der beiden Gründer (Frederik und Gerard) ein Denkmal errichtet.
Der letzte Konzernpräsident mit dem Namen des Unternehmens, Frederik Jacques Philips (genannt Frits Philips), war nicht nur aufgrund seiner Tätigkeit als Firmenchef in Eindhoven beliebt.

Sein Widerstand und seine Anstrengungen gegen die Nazis während des Zweiten Weltkriegs zeichneten ihn mindestens genauso aus.
So rettete er mehrere Hundert Juden vor dem Konzentrationslager, da er diese als absolut unverzichtbar für die Produktion bezeichnete – und sie so vor den Nazis schützte.
Er wurde damit zu einer Art holländischem Oskar Schindler.

Seine markanten, nicht zu übersehenden Schneidezähne sind auch in der Statue verewigt.
Er war bis zuletzt loyaler Fan der PSV Eindhoven. Ihm zu Ehren bleibt seit seinem Tod im Jahr 2005 symbolisch sein Platz im Philips-Stadion leer.

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Die Landmarks / Wahrzeichen von Eindhoven

Sightseeing – Must Sees

Neben den unzähligen Verbindungen zu Philips, findet man ein paar architektonische Highlights in der Stadt.

De Blob beleuchtet beim Glow Festival

De Blob beleuchtet beim Glow Festival
De Blob

Im Zentrum steht unübersehbar gleich neben dem ‚Philips Leuchtturm‘ das futuristische Gebäude „De Blob“. Der bei der Form vermeintlich naheliegende Bedeutungsursprung von „Blubberblase“ ist allerdings nicht richtig.
Der Name leitet sich dagegen aus der Abkürzung von „Binary Large Object“ ab.

Durch den geschwungenen, futuristischen Eingangsbereich kommt man über eine Rollbahn in eine Fahrradgarage für 1.700 Fahrräder

Fahrradgarage-de-blob-eindhoven
Fahrradgarage

Im 25-Meter hohen Hauptgebäude befindet sich ein außergewöhnliches Shoppingcenter. Noch faszinierender für Menschen aus dem Autoland Deutschland ist aber, dass sich unter den beiden kleineren Elementen (in der Nähe) Eingänge zu einer Fahrradgarage für bis zu 1.700 Fahrräder befinden.
Und beim Glow-Festival wird das ohnehin schon gelungene Ambiente zwischen de Blob und Philips-Turm oft zu spektakulären Lightshows an den Fassaden genutzt.

Hovenring

Eine weitere einzigartige Konstruktion, die die große Bedeutung des Fahrrads in Eindhoven belegt, ist der „Hovenring“. Seit 2012 steht er am Stadtrand. Dort verbindet er Eindhoven mit der Nachbarstadt Veldhoven und ist eine Art schwebender Kreisverkehr für Radfahrer.

Evoluon

Evoluon
Evoluon

Auch das Evoluon sieht so aus, als wäre es in Eindhoven eingeschwebt. Allerdings nicht aus der Nachbarstadt, sondern aus dem Weltall.
Das UFO-ähnliche Bauwerk wurde 1966 zum 75. Geburtstag von Philips gebaut und war lange Zeit eines der innovativsten Museen der Niederlande.

Es erfreute sich v.a. deshalb großer Beliebtheit, da Besucher hier selbst Technikexperimente durchführen konnten. Seit ein paar Jahren dient es aber nur noch als Konferenz- und Event-Location, da die Museumsbesucher aufgrund großer Konkurrenz in anderen Städten ausblieben.

Das Evoluon kann man aber immer noch von außen besichtigen. Das macht man am besten ab der Dämmerung oder abends, wenn es beleuchtet ist. Ansonsten ist hier aber nicht viel los.

Klokgebouw

In der Herbstsonne und der Dämmerung ist selbst der Strijp-S sehenswert. Wenn die alten Stahlkonstruktionen und das Klokgebouw (das Uhrengebäude) angestrahlt werden.
Das gleiche gilt für das Stadion und die Moschee, die sich zwischen Strijp-S und Innenstadt befinden.

Moderne Architektur

Moderne Architektur kann Eindhoven aber auch. Diese findet man u.a. beim Vesteda Toren.

Die neue Glasfassade am Hartje-Ge­bäu­de­kom­plex an der Frits Philipslaan wurde aus unzähligen Rauten zusammengesetzt.

Moderne Architektur in Eindhoven

Das ungewöhnlichste Konstrukt findet man beim Van Abbemuseum – bis jetzt.
Denn in Eindhoven sind mehrere spannende Architektur-Projekte in der Planung oder bereits im Bau.

In den nächsten Jahren entstehen am Hauptbahnhof die Dutch Mountains.
Die beiden geschwungenen Türme werden Hollands zweithöchste Hochhäuser.

Genauso interessant ist der „Vertikale Wald“, genannt „Trudo Toren„, der im Strijp-S entsteht.
Dieser „Waldturm“ wird vom italienischen Architekten Stefano Boeri gebaut, der auch in Mailand mit dem „Bosco Verticale“ für internationales Aufsehen sorgte.

Ein weiteres Highlight: Der Trudo Toren wird nicht nur den grauen Strijp-S begrünen. Beeindruckend ist auch, dass dieses moderne Hochhaus ein Projekt für den sozialen Wohnungsbau in Eindhoven ist.

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Kultur + Food & Drinks

Museen und die „lekkersten“ Orte in EIndhoven

Wenn es gut läuft erlebt ihr Eindhoven an einem goldenen Oktober-Wochenende.
Aber spätestens der November grüßt mit nasskaltem Wetter, wo man normalerweise nicht mal den Hund vor die Türe jagen würde.

In Eindhoven gibt es aber auch für diese Tage jede Menge kulturelle und kulinarische Angebote:

Van Abbemuseum

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Van Abbemuseum

mit Café und Aussicht

Als erstes fällt da das Van Abbemuseum durch seine spektakuläre Architektur ins Auge.
Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst erhielt 2003 auf der einen Seite einen beeindruckenden Neubau.
Aber auch hier hat man die Kombination aus alt und neu nicht aufgegeben. Denn auf der anderen Seite kann man das Museum noch heute durch den historischen Eingangsbereich betreten.

Neben den wechselnden Ausstellungen ist auch das Café mit den riesigen Fensterfronten ein echtes Highlight, um sich vor oder nach dem Besuch des Museums ein wenig auszuruhen. Bei gutem Wetter kann man auch auf der Außenterrasse am künstlich angelegten Wassergraben Platz nehmen.

Und drinnen – das ist bei einem Museum schließlich nicht ganz unwichtig – erwartet Euch eine herausragende Sammlung mit Werken von Picasso, Chagall, Kandinsky, El Lissitzky, Theo van Doesburg, Mondriaan, Appel und weiteren. Zur DDW gibt es dazu meist thematische Sonderausstellungen.

Wem nicht so nach Kaffee, Kuchen oder Museum zumute ist und lieber etwas Herzhaftes und verschiedene Biersorten probieren möchte, erreicht in nur drei bis fünf Gehminuten von hier die „Stadsbrouwerij“ Eindhoven.

100 Watt Craftbeer-Brauerei Außen

Stadt Brewery Eindhoven innen

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„Stadsbrouwerij“ Eindhoven

Vorglühen mit Watt und Volt-Bier

Eine wirklich gemütliche Mikrobrauerei mit vielen verschiedenen Craft-Biersorten und einem feinen Namen und Logo: Das „100 Watt-Bier“ ist natürlich an die Geschichte und das Erbe der Stadt angelehnt.

Weitere Biersorten tragen hübsche Bezeichnungen wie CIRCUS CITRUS, NAAR DE KNOPPEN!, 110 VOLT BERRY MADNESS oder CINDERELLA’S RIDE und sind wahlweise Saisonbiere und mit Früchten oder sogar Kürbis und Honig gemischt.

Für die herbstliche Jahreszeit gibt es neben dem Kürbis-Honig-Bier auch noch das BYE BYE SUMMER Bockbier und BRUN BRULLEE. Und ihr dachtet Heineken wäre das einzige Bier aus Holland…

Wer sich bei der Auswahl nicht gleich entscheiden kann oder will, kann an einer Bierverkostung teilnehmen. Meldet Euch aber in jedem Fall rechtzeitig an. Denn diese sind hier sehr beliebt und oft ausgebucht.
Auch das kleine Café-Restaurant hat nicht allzu viele Plätze. Bei gutem Wetter gibt es aber auch hier draußen Plätze in der Sonne.

Und wenn ihr nach weiteren Bars und Brauereien sucht in denen es Herbstbier-Sorten gibt, schaut mal in diese Liste: 5x Spots to get a Fall

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Das Zentrum von Eindhoven

Längste Pubstraße, Kirche und Markt

Sowohl das Van Abbemuseum als auch die Stadsbrouwerij 100 Watt sind zentrumsnah, so dass man von hier aus in ca. 10-15 Minuten über die längste Pubstraße der Niederlande ins Zentrum von Eindhoven gelangt. Wenn man hier nicht bei dem ein oder anderen Pilsje versackt.
Der lebhafteste Platz ist in Eindhoven bis tief in die Nacht der „Markt“.
Auch hier findet man meist eines der größten und spektakulärsten Ausstellungsstücke der Dutch Design Week.

Auf dem Weg zum Markt passiert man die St. Catherine’s Church. Diese ist die größte Kirche Eindhovens und eine der Hauptattraktionen beim Glow-Festival.
Im November wird die gesamte Kirchenfront in ein buntes Farbenmeer getaucht. Animierte 3D-Kunstwerke bringen das gesamte Gebäude in Bewegung. Das ist ziemlich abgefahren!

Erwähnenswert finde ich noch das Rathaus (Stadhuis), dessen Sitzungssaal aussieht als wäre er aus einem alten James Bond Film aus den 1960ern. Auch hier lässt – wie beim UFO (Evoluon) –  das „Weltraumzeitalter“ grüßen…
Das Rathaus ist bei der DDW oft geöffnet und für jeden zu besichtigen.

Kirche beim Glow Festival

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Außergewöhnlich gut gelungenes City-Branding!

Die Gegenwart und Zukunft von Eindhoven

Seit ein paar Jahren schraubt Eindhoven daran, neben den bekannten holländischen Metropolen, ein bisschen sichtbarer zu werden.
Zurecht, wie ich finde. Und absolut notwendig, wie ich selbst durch meine eigene Nichtwahrnehmung erfahren habe. Hier macht das Stadtmarketing nun aber einen richtig guten Job!

Das sieht man an der offiziellen Tourismus-Webseite und einigen sehr gelungenen Imagevideos mit dem Titel „Not Another City Trip“.
Die junge Kreativszene, ausgezeichnete Design-Agenturen sowie TU/E und Design-Hochschule haben daran sicher einen großen Anteil…

Eindhoven-Logo On-Screen Display am Hauptbahnhof

Erreicht ihr Eindhoven per Zug, erwartet Euch auch gleich am Hauptbahnhof die neue Touristeninfo, die in Eindhoven – passend zur Stadt – mit einem lässigen Café (Coffee Lab) und eigenem Fanshop verbunden ist.

Hier gibt es nicht etwa langweilige Postkarten oder unnützen Souvenirschrott, sondern besten Kaffee, coole T-Shirts und andere Produkte der extrem gelungenen Stadtmarke.

Denn das relativ neue Eindhoven-Logo ist ein echter Hingucker und eins meiner liebsten Städtelogos insgesamt.
Das flaggenartige Logo baut auf drei Säulen (Technologie, Design und Wissen) auf und symbolisiert gleichzeitig den Anfangsbuchstaben „E“. Dieses „E“ zeichnet sich außerdem durch seine schräge dynamische Anordnung aus und soll den energetischen Kern der Stadt und seiner Geschichte, aber auch die Energie geladene Dynamik der Gegenwart und Zukunft darstellen.
Klingt trocken, ist aber genau wie die Stadt ziemlich „hot“ und überaus energiegeladen.

Auch die Entstehung ist erwähnenswert. So versammelte man im Designwettbewerb die besten Designagenturen der City, um die neue Marke und (visuelle) Identität der Stadt gemeinsam zu entwickeln.
Eine großartige Idee, da es in der umkämpften Werbebranche doch bei Pitches meist gegeneinander und darum geht, den anderen „auszustechen“.

Einen der Gestalter des Logos konnte ich bei der letzten Dutch Design Week übrigens sogar kennenlernen.
Seine Agentur (Edhv, Architects of identity) hat das Studio direkt hinter dem Bahnhof und stellt auch während der Dutch Design Week verschiedene Werke aus.

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Beste Cafés, Bars & Restaurants

Auch für Foodies und Café-Liebhaber hat Eindhoven viele exzellente Orte.

Vom hippen Healthfood-Café-Restaurant (z.B. das Happiness Café) bis zum 5-Gänge-Design-Menu (z.B. Fat Angel oder Restaurant El Puente in der Nähe vom van Abbemuseum) hat Eindhoven alles, was die Geschmacksnerven begehren.

Und wenn es mal günstiger oder schneller gehen muss, da sonst keine Zeit mehr für die unzähligen Designausstellungen bei der DDW bleibt…
Dann bedient Euch einfach an einem echten holländischen Klassiker: Frietjes und Frikandel aus dem Automaten…
Zugegeben nichts für’s Auge. Aber für das schmale Budget und eine schnelle Sättigung immer wieder gut, wenn man in Holland is(s)t.

Umweltfreundlicher, stylischer und dazu noch Bio esst ihr Frietjes bei RPEL in der Keizersgracht 26.

In dieser Gegend findet ihr auch unzählige weitere gute Essensmöglichkeiten.

Für den echten holländischen Snack zwischendurch geht ihr am besten zu „Seabas“ (the Urban Fisher). Das ist vermutlich das erste Boutique-Restaurant für Fischbrötchen und unzählige anderen Leckereien aus dem Meer, das ich kenne. Hier vergesst ihr alle Vorurteile über stinkige und heruntergekommene Fischbuden!

Seabas ist meist mein erster Stopp, wo ich mir ein leckeres Fischbrötchen (am liebsten Garnelen in Cocktailsauce) hole, bevor ich mit der Besichtigung der DDW beginne.
Und wenn die Zeit reicht, gehe ich schnell für den Nachtisch auf einen doppelten Espresso und ein Stück Carrot-Cake nebenan ins Vascobelo-Café.

Fast schräg gegenüber befindet sich die „Kazerne“. Ein weiteres Feinschmecker-Restaurant in einer alten Militärkaserne. Hier speist man in einer großen Halle neben den aufregendsten Design-Stücken der gesamten DDW. Auch im Inneren und Innenhof der Kazerne warten weitere Ateliers und Ausstellungsstücke. Sie ist übrigens nicht nur bei der DDW einer der angesagtesten Orte für Food & Art.

Von hier geht’s über die Bergstraat auf die „Kleine Berg“-Straße, wo sich weitere sehr gute und interessante Cafés und Restaurants befinden.

Auch die beliebte Mikrobrauerei van Moll befindet sich in der Gegend auf der Keizersgracht 16A.

Auf dem NRE-Areal (ebenfalls Ausstellungsgelände der DDW und beim Glow-Festival), der ehemaligen Gasfabrik, sind ebenso wie am Strijp-S einige ausgezeichnete Locations zu finden.
Der neue „FIFTH“-Jazz-Club sieht verlockend aus und das Velosoof war hin und wieder meine letzte Station in Eindhoven um noch einen leckeren Burger zu essen, bevor es abends mit dem Auto nach Hause ging.
Hier kann man auf der anliegenden Straße nämlich recht günstig parken (ca. 4,50 bis 5 Euro am Tag / Stand 2018).
*Das Restaurant Velosoof scheint aber leider an einen anderen Ort umzuziehen…

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DOWN TOWN Gourmet Market

„Alles für alle“ unter einem Dach

Last, but not least: Wer mit der Familie oder vielen „wählerischen“ Freunden unterwegs ist und sich nicht auf ein Restaurant einigen kann, ist sehr gut im relativen neuen DOWN TOWN Gourmet Market  aufgehoben. Das gilt aber auch für Alleinreisende, wie mich.

Der DOWN TOWN Gourmet Market ist ein sehr lebhafter und stylischer Food-Court mit einer riesigen Auswahl von unterschiedlichsten Speisen und Foodständen. Und so ganz anders als ihr Food-Courts vielleicht aus den immer gleichen Shopping-Centern in Deutschland kennt.

Hier gibt es viele kleine individuelle Bars und Restaurants. Die Auswahl reicht von Kaffee & Sandwiches, Pizza, Türkischen Spezialitäten, Sushi & Sashimi, Street Tacos, Hotdogs, Italiensichem Essen, Fritten & Gemüse, Eiscreme, Indischem Streetfood, Empeñadas, Burgern & Chickenwings, Seafood, Fleisch, Vietnamesischem oder Afghanischem Streetfood, Austern, Spanischer & Indonesischer Küche sogar bis zu holländischem Käse und anderen Niederländischen Spezialitäten wie Bitterballen.

Eet smakelijk!
(Guten Appetit!)

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